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alles hat ein Ende...

nur die Wurst hat zwei!

wie auch immer, jedes Ende ist auch ein neuer Anfang. Die letzten beiden Blogs haben mir kein Glück gebracht, mal sehen wie es jetzt wird. 

Leider ist mein Rechner zur Zeit zur Reperatur, deswegen gibts erstmal keinen Header und keine Gestaltung. Es wird ohne gehen denke ich.

 

10.10.07 20:20


das Erwachen

heute las ich irgendwo "wer seine Träume erfüllen will, muss aus ihnen erwachen"

Ich glaube das stimmt wirklich. Ich bin sehr unsanft aus einem langen Traum erwacht, der die meiste Zeit ein einziger Albtraum war, ein ziemlich schrecklicher Albtraum sogar. Es tat entsetzlich weh, aber ist am Ende doch gut. Es geht nichts über Klarheit und über die Wahrheit, zumindest für mich.

Das Leben geht weiter und ich wachse an meinen Erfahrungen. Verarscht und belogen worden zu sein war nicht schön....Ich gebe mir zum Teil selbst die Schuld daran, zu gerne wollte ich daran glauben, dass auch etwas Wunderbares geschehen kann. Im Grunde glaube ich immer noch daran, aber nicht in diesem Fall. Die Vorzeichen, es gab sehr viele, habe ich einfach nicht beachtet, obwohl die Tatsachen für sich sprachen. Ich habe alle Warnungen, auch davon gab es viele, in den Wind geschossen. Ich habe dem Menschen immer wieder geglaubt und eine Chance gegeben. Am Ende blieb nur noch Lüge und eine Respektlosigkeit, die bis hin zur Menschenverachtung reicht.

Doch all das wird mich nicht umbringen. Ich werde trotzdem nach Amsterdam fahren in 14 Tagen, ich brauche etwas Tapetenwechsel. Dannach Fahre ich trotzdem nach Prag. Ein lange geplantes Treffen steht an...

Der Herbst ist schön, und Berlin, meine Stadt, liegt mir wieder zu Füssen wie einst

Wenn das kein Grund zur Freude ist?

15.10.07 19:36


"Resignation ist der Egoismus der Schwachen"...

komischerweise höre ich neuerdings jeden Tag so einen passenden Spruch. Nun, auch dieser passt, wenn auch nicht für mich. Aber unter dem, "Egoismus des Schwachen" musste ich lange leiden. Doch jetzt bin ich frei

16.10.07 12:39


versoffene Luder

trotz allem Herzeleid, und ich habe wirklich Herzschmerzen mittlerweile, ist mein Sinn für Situationsmomik noch wach. Es besteht also noch Hoffnung...

heute Mittag in der "Thalia" Buchhandlund an der Schönhauser Allee in Berlin:

Martina, eine Angestellte steht gerade am Bestellcomputer, als ein sehr klappriger Herr am Stock (geschätztes Alter:95J.) herankrauchelt. Ich sehe gerade zufällig am Regal daneben und höre alles mit:

"Juten Tach, Junge Frau, kann ich hier auch watt bestellen?"-"Ja, selbstverständlich, was hätten sie denn gerne?"

Der alte Herr räuspert sich "Ja, also, heisse Mietzen mit Knackärschen" Martinaschaut ungläubig "ist dass der Titel?" "ja!" krächzt der Opi. Martina sucht im Computer. "Tut mir leid, das haben wir leider nicht im Programm. Wissen sie vielleicht den Autor oder den Verlag?" "Ne!" kräht der Senior "wieso?"

Nach kurzen Überlegen, man sieht es hörmlich in seinem Gehirn rumpeln, setzt er wieder an: "Habense vielleicht Versoffene Luder?"

Inzwischen sehe ich dass die Buchhandlungsangestellte Atemnot hat, auch ich freue mich schon diebisch...Sie sucht "Nein, leider auch nicht" "oder vielleicht besoffene Luder?" will der Kunde helfen....Auch hier Fehlnzeige. Martina zuckt hilflos mit den Schultern.

der alte Herr hebt in einem Anflug von rapide steigendem Blitdruck den Stock und wedelt bedrohlich vor vor ihrer Nase herum "So eine Inkompetenz ist mir selten begegnet!" schimpft er "jetzt zeigen sie mir erstmal den Weg zur Toilette und dann will ich wissen wo man hier Höschen kaufen kann!"

Nein, das war kein Didi Hallervorden Scatch, das war auch nicht Hallervorden selbst. Dit war real

17.10.07 19:45


mein Berlin

seit ich mein neues Fahrrad habe, entdecke ich Berlin wieder neu. Im neuen Anflug eine sportlichen Phase, die mich von Zeit zu Zeit überkommt (Sport ist gut gegen Liebeskummer) gehe ich erst morgens 1h im Mauerpark joggen und dann gehts mit dem Rad zur Arbeit, 1h hin, 1h zurück. Dabei durchquere ich 4 Stadtteile, die jede in intwa so gross sind, wie eine Westdeutsche grössere Stadt, allein Prenzlauer Berg hat ja 480 000 Einwohnner. Dann ab durch Mitte, Kreuzberg und schliesslich das schlechte alte Neu Kölln, wo ich schon am Rande von Tempelhof angekommen in einem ecklusiven Altersheim die persönliche Gesellschafterin einer 97 jährigen Dame bin, die zwar dement ist, mich inzwischen aber schon erkennt. Zu diesem Job kam ich wie die Jungfrau zum Kinde, aber was solls, die 3h gehen schnell rum, ich tue was gutes (schadet auch nicht) und das Geld kann eine "brotlose" Künstlerin auch gut gebrauchen.

Was ich feststelle ist dass sich verdammt viel getan hat, bautechnisch. Die vielen Baustellen, die wirklich das Stadtbild bestimmen und die uns Berliner seit dem Mauerfall quälen sind alle fertig. Prächtige neue Alleen wachsen wie Pilze aus dem Boden, genauso wie protzige Regierungsviertel und Einkaufscentren. Was fertig ist ist neu, schön und ein wenig gigantoman. Aber was solls, Hauptstadt halt...Andererseits tun sich neue Baustellen auf, an Stellen die vorher durchfahrbar und begehbar waren. Im Grunde ändert sich nichts, es verlagert sich nur...

Jeden Mittag stehe ich mit dem Rad an der Ampel am Kottbuser Tor und warte darauf mich in den Kreisverkehr einreihen zu können, am engen Nadelöhr nach NeuKölln, einem Stadtteil, den man durchaus als Türkenslum bezeichnen kann, wenn man böse will. Meint man es gut, dann ist er sehr bunt...es herrscht aber Monokultur.

Hier an eben dieser Ampel, aus der Adalberststrasse kommend, ist eine kleine Verkehrsinsel, direkt am Eingang zum berüchtigten U-Bahn Schacht Kottbusser Tor, auch als "Kotti" bekannt. Berüchtigt deshalb, weil hier die verkommenste Junkieszene verkehrt. Gut Junkieszene ist immer verkommen, es sei denn man heisst Amy Winehouse und Keith Richards und den Stoff ins Hotel geliefert bekommt...Die Ampelphase ist hier besonders lang und ich beobachte. Das Geschehen hier auf dem kleinen Platz wird von einem türkischen älteren Herrn beherrscht, der wohl sowas wie der hiesoge Junkiepate sein muss. Er selbst sieht stolz und stattlich aus, gut angezogen, ein prächtiger weisser Schnurrbart ziert sein markantes Gesicht, er ist rüstig und stolz. Er ähnelt dem Schauspieler Omer Sharif im Film "Monsieur Ibrahim und die Blume des Koran". Warum er sich gerade diesen Arbeitsplatz und dieses Gewerbe ausgesucht hat, anstatt wie die meisten seiner Landsleute dem Gemüsehandel nachzugehen, werde ich sicher nie erfahren. Um ihn herum grupieren sich die traurigen, kaputten Gestalten, wie die Motten um das Licht. Manch einer nutzt die Mittagssonne, die im Oktober noch sehr warm sein kann, um sich gemütlich einen Schuss zu setzten. Eine echte Kottiidylle eben....Ich weiss, ich bin zynisch, aber hey, ich bin nur eine Beobachterin. Endlich schaltet die Ampel und ich kann weiterstrampeln. Weiter, durch den Kottbusser Damm, Richtung Hermannplatz.

18.10.07 19:00


Traumhaft

ich liebe Autoren mit einer sehr kraftvollen und authentischen Sprache, sie sind sehr selten. Seit der Entdeckung von David Sedaris, habe ich mich nicht mehr so gefreut wie heute. ER heisst Dimitri Verhulst und ist Belgier...das Buch "die Beschissenheit der Dinge"

Und soll man es glauben, er sieht auch noch verdammt gut aus. Genau die richtige Mischung, ich war platt als ich das Foto sah...

nun gut, zum Buch. Ist harter Tubak, aber verdammt lustig.

Kurzbeschreibung
Eine ebenso rührende wie groteske, eine grausame und doch poetische Familiengeschichte
Dimmetrieken wächst bei seiner Großmutter in dem flämischen Dorf Reetveerdegem auf, zusammen mit seinem Vater und drei Onkeln. Sozialamt, Kneipe, Küche und Klo sind die Eckpfeiler ihres Daseins, und sie sind stolz darauf. Wer auf sie herabschaut, bekommt ihre Fäuste zu spüren. Sie veranstalten Trinkwettbewerbe, die erst mit dem Delirium enden, sammeln die besten Sauflieder und denken nicht an die Zukunft, da sie sowieso keine haben ... Dimitri Verhulst erzählt seine eigene Geschichte als Roman. Eine schonungslose Abrechnung, getragen vom Stolz der Outcasts, von der Wut gegen alle, die glauben, über anderen zu stehen, von tiefer Melancholie und einem burlesken, absurden Humor.

Klappentext
"Der schwarze Romantiker Dimitri Verhulst verleiht noch dem tiefsten Elend einen goldenen Glanz."
Knack

"Er ist eines der größten, der wildesten Talente unter den flämischen Autoren und hat das Zeug dazu, zum Louis Paul Boon des einundzwanzigsten Jahrhunderts zu werden."
NRC Handelsblad

"Anders als in Problemski Hotel erzählt Verhulst hier von seiner eigenen Vergangenheit - und zwar so, dass man aus vollem Herzen lachen und weinen kann ... Ein bisweilen anrührendes Buch."

 

25.10.07 20:29


ich glaube, die meisten Menschen sicht wie die berühmten Hamster im Rad. Sie rennen den ganzen Tag herum, verbrauchen Energie, bis sie aus der Puste sind und doch bleibt alles gleich und am selben Ort.

Obwohl ich von mir glaube, anders zu sein als die "meisten" sehe ich das Hamsterphänomen auch bei mir. Es frustriert mich und erfüllt mich mit einem gewissen Ekel.

Es ist leicht äusserlich etwas zu ändern, wenn man unbedingt das Gefühl braucht, es geht vorran. Man ändert die Frisur, vielleicht auch Haarfarbe und Klamotten und glaubt man sei ein neuer Mensch. Geht man noch weiter, wechselt man vielleicht die Wohnung, seine Gewohnheiten oder sogar die Stadt. Das kann einem sicher für eine Weile ein gutes Gefühl geben.

Doch was ist, wenn all das es nicht bringt und man weiss es auch? Wenn man es weiss, weil man es schon alles ausprobiert hat...Tja dann, Leute, gehts um die Wurst befürchte ich. Dann stehen grössere und schwierigere Dinge an, befürchte ich.

All das verursacht mir Kopfschmerzen.

29.10.07 13:43


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